Azubi-Projekt: Podcast zum Thema „Schizophrenie“

Im Interview mit einer Patientin

In der generalistischen Ausbildung zum Pflegefachmann/ zur Pflegefachfrau lernen Auszubildende viele verschiedene Versorgungsbereiche kennen und setzen sich mit unterschiedlichsten Krankheitsbildern und der Pflege von Menschen in jedem Alter auseinander. Um möglichst viele Arbeitsbereiche der Pflege abzudecken, absolvieren sie mehrere Praxiseinsätze in der stationären Akutpflege, der stationären Langzeitpflege und der ambulanten Akut-/Langzeitpflege. Hinzu kommen die Theorie in der Pflegefachschule und Pflichtpraxiseinsätze, wie zum Beispiel ein mindestens dreiwöchiger psychiatrischer Einsatz, bei dem die zukünftigen Pflegefachkräfte die Pflege und Begleitung von Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen und Störungen kennenlernen.

An der APS Akademie für Pflege und Soziales und dem Klinikum Wahrendorff wird dieses Thema im 2. Ausbildungsjahr behandelt. Im Kontext „psychischer Erkrankungen“ beschäftigen sich die Azubis zum Beispiel auch mit der Lebenssituation von Menschen mit einer Schizophrenie-Erkrankung. Die Auszubildenden bekommen hierbei nicht nur theoretisches Fachwissen an die Hand. Eine Patientin, die bereits seit knapp 30 Jahren mit dieser Erkrankung lebt, hat sich für ein Interview mit den Azubis bereiterklärt. Erfahrt im Podcast mehr über ihre Geschichte.

Das Interview wurde von Alina und Maximilian (2. Ausbildungsjahr) eingesprochen. Personenbezogene Daten wurden geändert und anonymisiert.

 

Was bedeutet Schizophrenie?

Das Wort Schizophrenie leitet sich vom altgriechischem ab und heiß so viel wie „zerspaltener Geist“. Im Volksmund wird Schizophrenie daher oftmals fälschlicherweise mit einer gespaltenen Persönlichkeit verwechselt. Eine schizophrene Person hat aber vielmehr eine charakteristisch stark einschneidende innere Erlebniswelt, die die Person in ihrer Wahrnehmung, dem Denken, dem Gefühlsleben und der Willensbildung beeinflusst und sie in der Psychosomatik und dem Antrieb hindern kann. Manche Personen hören Stimmen, manche geraten in Wahnvorstellungen. Sie sind davon überzeugt, verfolgt, kontrolliert oder ausspioniert zu werden. Manche haben das Gefühl, fremdgesteuert zu werden und dass ihre Gedanken gelesen werden. Auch anhaltende Halluzinationen für andere Sinne sind möglich. Soziale Isolation, Antriebslosigkeit, mangelnde Motivation, emotionale Verfremdung und Freudlosigkeit können das Resultat sein. Rund 40.000 Menschen in Deutschland leiden an einer Schizophrenie.

Die Arbeit im Klinikum Wahrendorff

Im Klinikum Wahrendorff gehören die schizophrenen Störungen sowohl im klinischen als auch im Heimbereich zu den häufigsten Diagnosen. Zu den Behandlungsverfahren gehören unter anderem die Psychotherapie zum Training sozialer Fähigkeiten als Hilfestellung, die Erlebnisse während einer akuten Phase zu verstehen. Außerdem können Soziotherapien, wie Ergo- oder Kunst-, Sport- oder auch Physiotherapie helfen, den Betroffenen den Umgang mit ihrem inneren Erleben besser zu verarbeiten und sich selbst und die Außenwelt anders wahrnehmen zu können. Wichtig für schizophrene Klienten ist es, sie in den Anforderungen des täglichen Lebens zu unterstützen und somit die gesunden Persönlichkeitsanteile zu stärken. Dafür und für noch viel mehr sorgen im Klinikum Wahrendorff etwa 1700 Mitarbeitende.

Wer sich für eine Ausbildung im Klinikum Wahrendorff interessiert, findet alle aktuellen Angebote und mehr auf https://karriere.wahrendorff.de/.

 

 

 

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